kdi dctb 015

kdi dctb 015

October 26, 1997

Reviews

This CD is the result of a trip to the French Pyrenees earlier this year by Cedric Peyronnet (Toy Bizarre) and Key Ransone (Small Cruel Party). There the two recorded a whole bunch of environmental sounds and afterwards each composed some music with those sounds, thus showing each their own view of the place. The four small pieces by SCP are very direct and to the point. It’s almost like the four pieces are small performances held in nature : using water sound, rubbing sticks : it’s like witnessing a SCP concert. Toy Bizarre provides a longer piece which is apperentely more composed : sounds are layered and repeated, treated (slightly) and bring to mind the desolated mountain areas were this was recorded. Add to this an austere cover and you see a succesful sound trip.
(FdW) -in Vital

Durch ihre jeweiligen Fieldrecordings aus der Ariège-Region der Pyrenäen, von SMALL CRUEL PARTY ” Traverse above Goulier (I-IV) ” und von TOY BIZARRE ” kdi dctb 15 ” (3 “CD KAON 10/97), werden von Key Ransone und Cédric Peyronnet zwei Versionen, zwein Visionen, des gleichen Schauplatzes angeboten. Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen, SCP benutzt vier kurze Originalaufnahmen, TB verarbeitet sein Material im Studio zu einem zehnminütigen Destillat, werden die verschiedenen Sichtweisen, die Verschiedenheit in der Wahrnehmung und der Erinnerung angedeutet. Wenn zwei das gleiche sehen, ist es eben nie dasselbe. Der merkwürdige Effekt all dieser Klangreisen besteht auch darin, dass sie den Hörer in die Lage eines Blinden versetzen, dass sie die übliche sinnliche Bandbreite auf einen Sinn verengen und vertiefen. Der virtuelle Ersatz einer Erfahrung durch imaginäre Teleportation hat immerhin den Vorteil, Teilaspekte einer Wahrnehmung kommunikabel, transportabblel und nicht zuletzt wierderholbar zu machen, als Schärfung der Aufmerksamkeit. Ich ertappe mich zum Beispiel dabei, dass ich seit einiger Zit wenn ich spazierengehe meinen Kopf wie ein Mikrophon einsetze, alles wird konkreter dadurch.
Rigo Dittmann – in Bad Alchemy n°32

Diese Mini-CD ist keine Eintagsfliege, auch wenn sie droht im allgemeinen Rummel der Releasevielfalt unterzugehen. Toy bizarre und Key Ransone verfolgen den Weg der Naturarrangements, der schon auf der Compilation Regeneration Degenerescence bagangen wurde, weiter. Dabei leigt das Schöne dieser Platte nicht in einem süsslichen Naturmystizismus, sondern in der Herausforderung, nur mit den Klängen eines Ortes zu arbeiten . Hier soll nicht unterstrichen werden wie toll die französischen Pyrenäen sind oder welch wundersame Aura von einer stinkenden Alm ausgeht, sondern die Künstler hätten auch etwas damit anzufangen gewusst, hätten sie akustsch gesprochen vor völliger Einöde gestanden. Denn auch wenn die Bräche pläschern, die Kuhglocken bimmeln, die Mücken-schwärme summen und die Fussschritte auf Geäst knacksen, so steht hinter den Dingen keine tiefere Mystik, sondern es wird eine Re-Sensibilisierung für die klanglichen Potentiale unserer Umgebung angestrebt. Dies gelingt den beiden Acts sehr stilvoll und spannend.
Zipo- in Auf Abwegen n°24